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Hans Bernhard Theopold "verstorben"

Wer kennt ihn nicht im Ort, den Mann mit der markanten Statur, der, wenn es um Kultur geht, immer in der Öffentlichkeit präsent ist? Hans Bernhard Theopold, von Freunden kurz "HB" gerufen, ein Kürzel aus seiner aktiven Zeit beim Fernsehen, hat seinen Altersruhesitz seit 1993 mit seiner Familie in Bad Sassendorf-Lohne gefunden. Über ein Studium der Geisteswissenschaften mit Schwerpunkt Literatur und Theater kam "HB", der in seinem Elternhaus in Quedlinburg am Harz früh mit Literatur, Theater und Musik vertraut wurde, über verschiedene Zwischenstationen schauspielerischer Aktivitäten zum Bamberger Theater und wirkte dort als Dramaturg und zum Schluß als 1. Spielleiter. 1963 betritt "HB" Neuland im sich ausbreitenden Medium Fernsehen beim Süddeutschen Rundfunk. Zuerst als Regieassistent, dann als Regisseur mußte er sich bei der Inszenierung von Fernsehspielen ausser mit den Schauspielern auch mit dem richtigen Einsatz von Kameras befassen, was ihn, wie er sich heute gerne zurückerinnert, die erste Zeit doch ins Schwitzen brachte. Zur Unterhaltungssparte kam "HB" Theopold mehr durch einen glücklichen Zufall, meldet sich doch bei der Aufzeichnung eines Musik-Portraits über Caterina Valente der Regisseur Michael Pfleghaar krank, so daß "HB" kurzfristig für diesen einspringen sollte. Die anschließenden Kritiken fielen so hervorragend aus, daß der Weg zu der Unterhaltungsmusik geebnet war. An TV-Größen wie Peter Ustinov, Horst Buchholz, Horst Jankowski u.a. erinnert sich "HB" Theopold gerne zurück. Gern denkt auch der frühere Unterhaltungs-Chef des Saarländischen Rundfunks an die Zusammenarbeit mit Günter Wewel, stammt doch die Idee und Ausarbeitung der Volksliedgut-Sendung "An hellen Tagen", der Vorläufer der noch heute beliebten Musikreihe "Kein schöner Land", aus der Ideenschmiede "HB"s. Seit seiner Pensionierung und dem Umzug in unsere Gemeinde widmet er sich in seiner Freizeit großenteils dem, was sein ganzes Leben beansprucht hat, der Kultur und der Musik. Als kompetenter Ansprechpartner gibt er die Richtung an, wenn Jahresplanungen des örtlichen Kulturlebens anstehen. Als Kulturbeauftragter der Gemeinde gibt er dem ländlichen Raum aus seinem reichen Erfahrungsschatz Impulse, die über die Ortsgrenzen hinwegwirken. HB Theopold ist oft gern gesehener Gast bei Musikabenden, deren Moderation er gerne wahrnimmt. Auch seine Rezitationsabende im Maritim-Hotel haben einen festen Zuhörerstamm gefunden. Anzufügen sei noch, daß "HB" auch ein Experte auf dem Gebiet der Sanierung von Fachwerkbauten ist, hatte er doch zu Beginn seines Studiums diese Richtung einschlagen wollen. Geprägt wurde sein Sinn für diesen Baustil in seiner Heimatstadt Quedlinburg und in Lohne konnte er sein Fachwissen in eine alte Scheune einbringen, die er mit dem Architekten Bilke und dem Bauunternehmer Schulze zu einem schmucken Wohnhaus umbaute.

 


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