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Bad Sassendorf

Friedrich-Wilhelm (Friedel) Dicke ,
15 Jahre Erster Bürger der Großgemeinde,
der Bad Sassendorfer Geschichte mitschrieb

1925 in Bad Sassendorf geboren, blieb er dem Badeort ein Leben lang treu. Nach dem Schulbesuch durchlief er eine Ausbildung in einer Anwalts- und Notariatskanzlei.Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Angehöriger einer Fallschirmjäger-Spezialeinheit,die hinter den feindlichen Linien agierte. 1945 kämpfte Friedel Dicke zuletzt im Oderbruch auf den Seelower Höhen und bis zur Kapitulation in Berlin, wo er zum 3. Mal verwundet wurde, kam unter abenteuerlichen Umständen und auf Umwegen in seine Heimat zurück und entging somit der russischen Gefangenschaft. Den Großteil seines Berufslebens verbrachte er im Arbeitsamt Soest in verschiedenen Abteilungen. Friedel Dickes politische Karriere begann 1961, als der damalige Amtsbürgermeister des Amtes Lohne, Fritz Camen, das Interesse seines Neffen für die SPD und der Gemeinderatsarbeit wecken konnte. Seit 1964 war Friedel Dicke ununterbrochen als Ratsmitglied tätig, davon 5 Jahre als stellvertretender Bürgermeister (1979 - 1984) und 15 Jahre als Bürgermeister der Großgemeinde Bad Sassendorf (1984 - 1999). Weitere Stationen seiner (politischen) Laufbahn:

Ab 1969 in den Kreistag gewählt, dem er bis 1994 angehörte,

Mitglied der Gesellschafterversammlung, heute Aufsichtsrat, der Saline GmbH Bad Sassendorf,
Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Soest (22 Jahre),
Schöffe am Amtsgericht Soest, (20 Jahre),
Mitglied im Wehrdienstverweigerungsausschuss (ca. 20 Jahre), ......

...... um einen Ausschnitt seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten aufzuzeigen.

Ein Hauptanliegen F. Dickes war, sein Wissen und seine Erfahrung zum Wohle der sozial Schwachen und anderer Hilfesuchenden einzusetzen. Dies, und sein großer persönlicher Einsatz für Bad Sassendorf wurde 1984 mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Am 2. Februar 1995 erfolgte auf Vorschlag des damaligen MinisterpräsidentenJohannes Rau im Wege der Höherstufung die Aushändigung des Verdienstkreuzes Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik durch die damalige Regierungspräsidentin Dr.-Ing. Raghilt Berve.
„Auszug aus der Rede der Reg.-Präsidentin “
Öffentliche Anerkennung seines jahrelangen verdienstvollen Wirkens im Verwaltungsrat der Sparkasse Soest genoß Friedel Dicke im November 1988 durch die Verleihung der Dr.-Johann-Christian-Eberle-Medaille des Sparkassen- und Giroverbandes. Nicht unerwähnt bleiben soll die ehrenamtliche Tätigkeit als Geschäftsführer des Soester Tierschutzvereins. Friedel Dicke hat sich durch seine westfälische Bodenständigkeit, seine Fairness auch gegenüber politisch anders Denkenden und seine Bürgernähe zu Recht den Respekt und das Vertrauen der Bad Sassendorfer Bürger erworben. Ratssitzungen verliefen unter seiner Egide trotz aller Meinungsverschiedenheiten stets sachlich und fair. Er ist Mitbegründer der sprichwörtlichen politischen Kultur Bad Sassendorfs.In der wenigen Freizeit, die ihm bei all seinen Ämtern und öffentlichen Aufgaben blieb,
widmete sich Friedel Dicke seiner durch ihr freundliches und aufgeschlossenes Wesen verständnisvollen Ehefrau Ursula, dem selbstgebauten Haus und dem gepflegten Garten, in dem er abschalten konnte und auch heute noch Erholung findet. Urlaubsziele des Ehepaares Dicke sind die Ostsee und zur Abwechslungauch die Berge. Dem Fußball blieb Friedel Dicke seit seiner Schülerzeit treu, jagte er doch dem „runden Leder“ seit seinem sechsten Lebensjahr nach. Legendär sind die 1000 Tore, die er für seinen Verein BVS als Mittelstürmer schoss. Noch heute ist er begeisterter Fan der heimischen Elf an der Hepper Höhe und der „Blau-Weißen“ im Gelsenkirchener Park-Stadion, deren Mitglied er seit 1973 ist.Die silberne Ehrennadel wurde ihm für 25-jährige Mitgliedschaft im FC Schalke 04 persönlich vom Präsidenten Gerd Rehberg, mit dem er freundschaftlich verbunden ist,in Bad Sassendorf überreicht.

Vereinspräsident Rehberg bei der Überreichung der silbernen Ehrennadel an Friedel Dicke (1998)

*Friedel Dicke verstarb am 28. November 2006 im Alter von 81 Jahren*

Soester Anzeigern, 29.11.2006


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