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Bad Sassendorf

Ostinghausen
hier fließen Ahse und Wöstbach

Ostinghausen ist 750 Jahre jung · Die Bewohner im 13. Jahrhundert
Kirche · Bauern · Neuenkamp · Haus Düsse in vergangenen Zeiten

Ostinghausen ist ein schönes Dorf: Ahse und Wöstbach durchfließen seine Flur und bilden lauschige Winkel, unterbrochen von malerischen Baumgruppen. Das naheliegende Haus Düsse bringt mit der alten Gräfte, um die noch eine vielhundertjährige Geschichte webt, einen Akzent feudaler Historie ins Bild. Es macht Freude, hier auf Entdeckungsreise zu gehen.
  Zehn Kiliometer nordöstlich von Soest, mundartl. Äostingen, Osedinchusen 1253, 1281 (WUB); 1300 Osdinc,- Osdaginc, Osedinghausen, soll nach Holthausen den altsächsischen Namen Osedag enthalten, worin das alte germ. Wort für Gott „os“ steckt; wir meinen, wahrscheinlicher ist wohl die Deutung „Häuser an der Osse“, Ahse; os = kelt. Sumpf, Moor; kleines Haufendorf und Einzelhöfe längs der Ahse. Im Norden die kleine Siedlung „Neuenkamp“.


  Ostinghausen gehört zu den -inghausen-Dörfern des Hellweggebietes, deren Ursprung auf frühe Besiedlung zurückgeht; ehemals gräflich-arnsbergisches Dorf, das von den Grafen von Arnsberg verlehnt wurde. Geschlechter von Ostinchusen werden in Soester Urkunden genannt; die Herren von Ostinghausen als Ostfahrer in Riga (Lettland) bezeugt, dort im Rat. - 1641 erwirbt Adrian van der Düssen Gut Ostinghausen; 1651 erscheint er als kurfürstlicher General-Salzwerksdirektor in Soest, wo er in einem Streit der Sassendorfer Sälzer tätig wird. - Ein Taufstein in der Kirche St. Christophorus, um 1200, bürgt für hohes Alter der dortigen Pfarre. Dieser beachtenswerte spätromanische Taufstein ist im Aufbau und der Thematik denen von Soest, Lippborg und Boke verwandt. Die plastische Durchbildung ist stark archaisierend. Die Gestalten an diesem Taufstein sind mit gespannten Blicken dargestellt.
  Ostinghausen gehörte bis zur kommunalen Neugliederung zum Amt Oestinghausen. Die Pfarrkirche war wohl eine Filiale von Weslarn. Zum Pfarrbezirk gehört auch die Kapelle von Bettinghausen; zu Ostinghausen das Rittergut, Haus Düsse genannt.
  Der Katasterplan zeigt die heutigen Grundstrukturen des Ortes. Erkennbar sind die Kirche mit der verdichteten Bebauung und das angrenzende Straßennetz. Ostinghausen ist eine bereits stark durch Wohnnutzung geprägte Ansiedlung im nördlichen Gemeindegebiet, an der Grenze zur Stadt Lippstadt gelegen. Kennzeichnend für den Ort sind die Gebäude und die Nutzung der historischen Anlage Haus Düsse, einer ehemaligen Wasserburg des Ortes. In ihr hat heute die landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe ihren Sitz.


  
Wohnbevölkerung:
  1939   nicht bekannt
  1946   nicht bekannt
  1961   578
  1970   560
  1981   559
  1986   547

Mittelpunkt und unverwechselbares Merkmal des Ortes ist die katholische Pfarrkirche St. Christophorus, die mit ihrem weithin sichtbaren Kirchturm das Ortsbild wesentlich prägt. Der engere alte Ortskern befindet sich im wesentlichen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Kirche. Neuere Wohngebiete sind im Osten und Norden des Dorfes entstanden. Etwa 500 Meter nördlich außerhalb Ostinghausens ist die Siedlung Neuenkamp, die ausschließlich durch Wohnbebauung geprägt ist.
  Erhaltenswert und bereits denkmalgeschützt ist eine ehemalige Hofanlage östlich der Kirche, die jetzt als Gemeindehaus öffentlich genutzt wird. Baudenkmale: katholische Pfarrkirche, Herrenhaus Gut Düsse, Fachwerkhaus mit Scheune, Hauptstraße 10.

  Die größten Veränderungen in der Landwirtschaft in Ostinghausen sind bereits vor 1970 eingetreten. Überregional bekannt und mit zentraler landwirtschaftlicher Funktion ist die Lehr- und Versuchsanstalt Haus Düsse.
  Kirche, Friedhof, gewerbliche Betriebe, Gemeinde- und Bürgerhaus sind vorhanden. Der Ortskern ist im Flächennutzungsplan a ls Wohnbaufläche darstellt. In das Biotopkataster aufgenommen wurde die Ahse in ihrem ganzen Verlauf im Bereich Ostinghausen. Überwiegend handelt es sich um einen naturnahen Bach, häufig mit Steilufern und dichtem UIfergehölz. Ebenfalls kartiert sind ausgedehnte Niedermoorwiesen südlich de Wöstegrabens. Am westlichen Ortsrand liegt ein Laubmischwald, weitere Gehölze gibt es an der Schoneberger Straße. Ortsbildprägende Bäume sind Eiche, Linde, Kopflinde, Kastanie und Kopfweide. Obstbaumbestände finden sich am Ortsrand; die Straße nach Weslarn stellt sich als Lindenallee dar.
  Die noch vorhandenen Bildstöcke und Wegekreuze sollten erhalten und gepflegt werden. Die Betonung solcher Dorfelemente erfolgte früher häufig durch zwei große Laubbäume, darauf könnte auch in Zukunft zurückgegriffen werden.


Tips:

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