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Bad Sassendorf

Opmünden
ist mehr als tausend Jahre alt

Zwei Urkunden aus dem 9. Jahrhundert · Ein Kapitel aus dem Dreißigjährigen Krieg
Der alte Siedlungskern und einiges aus der Opmünder Schulgeschichte
   
Wenn eine geradezu sommerliche Sonne vom Himmel lacht, in den Gärten die weißen Blumensträuße der Kirsch- und Birnbäume und die rosa Büsche der Pfirsichbäume in voller Blüte stehen, ist die schönste Zeit, über Land zu fahren. Und wenn man dann durch ein so freundliches Dorf wie Opmünden fährt, möchte man gar nicht mehr zurückkehren an Schreibtisch und Rechner.
   Vier Kilometer südöstlich von Soest, mundartlich Opmünnen; 890 Upmenni; lat. manare, „fließen“; altir. môin, Sumpf; Upmene 1179 (SUB I); menni = prähist. Wort für Wasser, auf, am Bach; Haufendorf.
   Die Ortschaft Opmünden ist eine kleine, in Teilbereichen landwirtschaft geprägte Siedlung im südöstlichen Gemeindegebiet, unweit der Stadt Soest gelegen. Kennzeichnend für den Ortskern ist das alte Feuerwehrgerätehaus mit angegliedertem Ehrenmal, das unverwechselbar das Ortsbild prägt. Opmünden gehört teilweise zum Kirchspiel Neuengeseke und war früher ein Teil des Amtes Lohne. Auf Grund der Nähe zur Stadt Soest waren schon früh Soester Besitztümer im Ort nachweisbar.



  Wohnbevölkerung:
  1939  215
  1946  232
  1961  228
  1970  193
  1981  185
  1986  177

Der Urkatasterplan von 1827 belegt die heute noch erkennbare Grundrißstruktur des Ortes. Allerdings sind heute noch im Ort vorhandene Gebäude kaum eindeutig auszumachen. Eine Ausnahme bildet ein Hof (Haverland) in unmittelbarer Nähe des Ortsmittelpunktes, bei dem Wohngebäude und Speicher an Hand der Karte erkennbar sind.
   Erkennbar ist auch der Standort der alten Schule. Die Straßen und Wege sind im Kataster in ihren Grundzügen vorhanden. In Teilbereichen bestanden damals lediglich Hofzufahrten, wo heute öffentliche Wegeverbindungen bestehen. Der alte Ortskern ist beinahe unverfälscht in seiner Ausprägung erhalten, die Verbindung von erhaltenswerten Gebäuden und Grünelementen prägt vorrangig das Bild. Am Ortsrand ist ein kleines Neubaugebiet entstanden.

   Die im Ort vorfindbaren Gebäude besitzen unterschiedliche bauliche Qualitäten. Dabei sind insbesondere auf den Hofanlagen nur noch Gebäude zu finden, die auf Grund ihres Alters und ihrer baulichen Strukturen als in Resten ortsprägend zu bezeichnen sind. Zum Teil handelt es sich dabei um Gebäude, mit einem älteren Kern, die durch Um- und Anbauten stark in ihrer historischen Struktur verändert worden sind. Denkmalwert sind dagegen das Haupthaus und der Speicher der aus dem Urkataster nachweisbaren Hofanlage Haverland. Der Denkmalswert betrifft auch ein Fachwerk-/Ziegelgebäude am Ortseingang, erhaltenswert sind weiter die ehemalige Schule (heute Wohnhaus) und die Gebäude der ehemaligen Krautfabrik am Ortseingang aus Richtung Soest gesehen. Die privaten Freiflächen, Obstwiesen und -weiden fügen sich harmonisch in das Dorfbild ein, vereinzelt sind an neuen Wohngebäuden eher stadtorientierte Merkmale zu finden.
   Die Zahlen von 1970 bis 1988 zeigen, daß in Opmünden die Nebenerwerbslandwirtschaft gestiegen ist, die Veränderungen bis 1988 aber relativ gering waren. Die Gemarkung Opmünden wird mit einer Bodenklimazahl von 75 eingestuft und erreicht damit den höchsten Durchschnittswert im Gemeindegebiet.
   Beim Schützenfest stellt ein Landwirt eine Scheune am Rande der Ortslage zur Verfügung. Im Ort gibt es Gewerbe.

   Größere Gehölzgruppen sind nicht vorhanden. Durch Opmünden fließt der Haullenbach, meist ohne Gehölzbewuchs und durchgehend begradigt. Die Bepflanzung am „neuen“ Feuerwehrgerätehaus mit Ziergehölzen ist nicht dorfgerecht. Der ortsprägende Baumbestand besteht aus Linde, Eiche, Kastanie, Trauerweide und Platane. Bruchsteinmauern sind noch vielfach vorhanden. Ortsbildprägend ist an der das Dorf durchquerenden Kreisstraße eine alte, wellenförmig geschnittene, mit einem „Heckentor“ versehene Weißdornhecke. In das Dorfbild paßt ein in Bruchsteinmauern eingefaßter Teich mit zwei großen Trauerweiden. Bäuerliche, obstbaumreiche und teilweise von Weißdornhecken umgebene Gärten überwiegen in Opmünden gegenüber den Ziergärten.
   Die Fließgewässer sollten im Ort und in der Flur durchgehend bepflanzt werden (Erle), dies vermindert zugleich den Pflegeaufwand. - Es gibt kaum ein Dorf in der Börde (880/890), das eine ältere Geschichte urkundlich belegen könnte als Opmünden.


Tips:

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