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Bad Sassendorf

Herringsen

entstand aus sechs alten Höfen · Sommerlicher Besuch im kleinen Dorf an der östlichen Gemeindegrenze

9 km südöstlich von Soest, mundartl. Hiäringesen; Herwordinchusen 1280 (SUB I); Herringhausen 1599; kleines Haufendorf, die Herringser (Einzel-) Höfe und Ostheide.
    Wenn man in südöstlicher Richtung zur allmählich ansteigenden Haar fährt, bietet sich plötzlich hinter dem großen Dorf Neuengeseke ein liebliches Bild: vor uns liegt das tief eingeschnittene Tal der Wiemecke, reiches, fruchtbares Land, so weit das Auge reicht. Im Vordergrund, am jenseitigen Hang, sehen wir das kleine Herringsen, das aus sechs alten Höfen entstand: Esken, Dettmar, Goerdes, Demme, Adam und Linhof. Diese alten Namen sind heute fast alle durch Kauf oder Einheirat verändert.
    Herringsen trägt in ältesten schriftlichen Zeugnissen den Namen „Herwardinchusen“ und soll seinen Ursprung vom sächsischen „Herward“ weisen. Die Übersetzung aus Herwardinghusen wäre also „die Behausung des Herwardgeschlechts“. - Ebenso überzeugend ist die Namensdeutung Herringsen in der Gruppe der „heri“-Namen = her = sumpfartiges, nasses Gelände.
 
   Mit den urkundlichen Belegen für die Existenz Herringsens muß man allerdings bis ins 13. Jahrhundert (1280) warten, dann erst begegnet uns der alte Name in den Akten.  Die Ortslage Herringsen ist ein sehr kleiner, landwirtschaftlicher Flecken mit zum Teil guter Verbindung zur umgebenden Landschaft. Herringsen liegt am südöstlichen Rand des Gemeindegebietes, an der Grenze zu den Gemeinden Anröchte und Möhnesee.
  
Wohnbevölkerung:
  1939  180
  1946  218
  1961  163
  1970  190
  1981  165
  1986  133


Herringsen gehörte bis zur kommunalen Neugliederung zum Amt Lohne. Die bebauten Bereiche der Ortslage, soweit sie aus der zur Verfügung stehenden historischen Katasteraufmessung ablesbar sind, entsprechen im wesentlichen denjenigen, die auch heute vorfindbar sind. Dies gilt auch für die Straßen und Wegebezeichnungen.
    Herringsen ist eine lockere Reihung von fünf Einzelhöfen, im Norden des Ortes ist ein Aussiedlungsbetrieb entstanden, die landwírtschaftliche Prägung ist vorherrschend. Die Gebäude sind nicht denkmalswert, Baudenkmale sind nicht vorhanden. Bisheriges Hauptproblem des Ortes ist eine Hofanlage an der Kreuzung der Kreisstraßen 28 und 23, die kaum noch bewohnt und bewirtschaftet wird. Die Gemarkung Herringsen mit ihren Gemarkungsteilen Herringser Höfe und Ostheide liegt mit einer durchschnittlichen Bodenklimazahl von 54 am Ende der Skala aller Gemarkungen der Gemeinde Bad Sassendorf.
    Herringsen ist noch sehr gut durch Grünelemente wie Obstbaumalleen und Gehölze mit der Landschaft verbunden. Erhalt und Pflege sind wünschenswert.


Tips:

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