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Beusingsen

Doppeljubiläum 1953: 50. Geburtstag der Schule und 725jähriges Ortsjubiläum

Beusingsen war 1953 voller Freude auf sein Schulfest, das am Wochenende 27./28. Juni mit allen zugehörigen Formalitäten gefeiert wurde. Nun, ein solches Jubiläum ist ein besonders günstiger Anlaß für eine Geschichte, es geht schließlich in diesem Jahr (2003) um ein Jubiläum: 765 Jahre steht Beusingsen im Licht der Geschichte, denn seine erste urkundliche Erwähnung haben wir aus dem Jahre 1238.

555,5 km südöstl. von Soest; mundartl. Baisingesen, Bosinchusen 1357, Bößeinghausen 1670; „bei den Häusern der Familie des Boso“, ahd. Buoso, verw. mit altind. bhasas „Glanz“, vergl. den anord. Personennamen Boso, der auch in südwestfälischen Ortsnamen wie Bausen-hagen, -rode, steckt. Haufendorf und Einzelsiedlung Sieplinghof. Beusingsen gehört in die Reihe der Rodedörfer Herringsen, Elfsen, Müllingsen, Lendringsen, Hiddingsen. Da unsere Ortsnamen vielfach in vorgermanischer, also keltischer Zeit festgelegt wurden, ist allerdings eine Gewässer-/Sumpfnamen-Deutung für Beusingsen wahrscheinlicher: bos ist also (wie ros) Sumpf, vgl. auch ligur. Bosine zu Bosinchusen!
Beusingsen ist ein kleines, zum Teil noch landwirtschaftlich geprägtes Dorf im südlichen Gemeindegebiet. Typisch ist das Nebeneinander von kleinparzellierten Grundrißstrukturen und stattlichen flächen- und gebäudereichen Hofstellen.

Wohnbevölkerung:
551939 2227
551946 2224
551961 2249
551970 2223
551981 1196
551986 1194



Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte der Ort zum Amt Lohne. Der Urkatasterplan belegt die Grundstruktur des Dorfes schon zu Beginn des Jahrhunderts, die gilt für die bebauten Flächen und für die wichtigsten Straßenräume. Am nördlichen Ortsrand hat sich die Wegeführung allerdings verändert.
55Der alte Ortskern hat sich in seiner Grundstruktur und Ausdehnung nicht wesentlich verändert. In wenigen Fällen sind auf den Hofstellen neue Wohnhäuser entstanden. Reine Neubaugebiete gibt es im Ort nicht. Südlich des Dorfes sind schon vor längerer Zeit einige wenige reine Wohngebäude entstanden.
55Erhaltenswerte Gebäude findet man im Ort vorrangig auf den großen Hofstellen. Hier sind zum Teil umfangreiche Scheunen und Ställe prägend für das Ortsbild, die bereits in Ziegelbauweise gebaut sind und wichtige straßenraumbegrenzende Funktion haben. Dies gilt auch für die noch vorhandenen Bruchsteinmauern, die entlang der Ortsdurchfahrt, aber auch an Nebenwegen, das Bild bestimmen. Eingetragenes Baudenkmal ist die alte „Landwehr“.
55Größter, bereits gestalteter Platz ist der Kirchplatz oder Lindenplatz. Das reine Landwirtschaftsdorf im südwestlichen Gemeindegebiet weist über die Jahre eine stabile Struktur auf. 1960/61 gab es noch 20 landwirtschaftliche Betriebe, in der Mehrzahl Klein- und Keinstbetriebe, die größtenteils in den 60er Jahren aufgegeben wurden.
55Die Hofstellen liegen mit einer Ausnahme alle zu beiden Seiten der durch den Ort verlaufenden Hauptstraße. Charakteristisch für das Ortsbild sind die zahlreichen Bruchsteinmauern an den Straßen, da sie nicht freistehen, ist die Krone oft mit einer Hecke bewachsen (Weißdorn, Holunder, Liguster, Lebensbaum).
55Größere Gehölzbestände sind nur südöstlich des Dorfes am Sieplinghof vorhanden. Sie sind mit Obstwiesen und Hecken Lebensraum für die dörfliche Fauna. Am südöstlichen Dorfrand schließt sich ein dicht eingewachsener Hohlweg an. Obstwiesen umgeben den Ort in aufgelockerten Beständen. Fließende Gewässer sind nicht vorhanden. Hervorzuheben ist die geschlossene und dorftypische Ortsrandeingrünung aus Obstwiesen, Hecken und Gehölzgruppen.



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